Auch für Veganer empfehlenswert: Das Luzifer in Travemünde

Das Luzifer in Travemünde

Das Luzifer in Travemünde

So langsam scheint sich die Gastronomie auf die steigende Nachfrage nach veganen Speisen einzustellen. Auch im Luzifer in Lübeck-Travemünde erobern vegane Gerichte die Speisekarte. Und das Beste: Sogar am Buffet kommen Veganer auf ihre Kosten. Lübeck-vegan hat die Probe aufs Exempel gemacht und sich am Brunchbuffet im Luzifer die Bäuche vollgeschlagen.

Es ist wohl einer der letzten warmen Spätsommertage dieses Jahres. Bei lauen Temperaturen machen wir uns mit Fahrrad auf den Weg nach Travemünde, das von zu Hause mickrige 18 Kilometerchen entfernt liegt.

Das Restaurant Luzifer teilt sich das  Gebäude Pier 3 mit einem Souvenierladen und befindet sich damit direkt an der Trave, ein wenig oberhalb der Priwallfähre. Etwas ärgerlich ist, dass die wenigen Abstellmöglichkeiten  für Fahrräder weiter entfernt vom Luzifer liegen, als die PKW-Parkplätze. Eine umweltschädigende Anreise mit der Abgasschleuder darf einfach nicht belohnt werden.  Aber gut, für die Anlage des Gebäudes kann das Luzifer sicher nichts.

Das Innere des Restaurants überrascht uns mit viel Licht und Platz. Es geht geräumig zu im Luzifer, die Atmosphäre ist angenehm, entspannt und lädt zum Verweilen ein. Über eine Treppe gehen wir in die erste Etage, wo das Brunchbuffet für 19,90 Euro / Person auf uns wartet.

Der Preis mag für Buffets dieser Art und in diesem Ambiente angemessen sein, für Veganer birgt er allerdings das Risiko, außer Salat und schalem Beilagengemüse nichts weiter auf den Teller zu bekommen. Die Folge wäre eine mieses Preis-Leistungs-Verhältnis. Nicht so im Luzifer: Vegane und nicht-vegane Speisen halten sich in etwa die Waage. Angeboten werden leckere Salate und Gemüse, darunter marinierte Artischockenherzen, Bohnensalat oder gebratene Zucchini. Dazu stehen Pepperoni, Oliven und Ruccola bereit.

Auch auf Warmes muss man als Veganer im Luzifer nicht verzichten. Da gibt es gebratene Kartoffelspalten, gebratenes Gemüse oder pikante Pasta. Nur der Nachtisch beschränkt sich auf Rote Grütze, denn das beliebte Speiseeis wird aus Milch hergestellt. Macht nichts, dann nimmt man wenigsten nicht allzu viele Kalorien zu sich. Denn im Brunchbuffet  gibt es so viele vegane Leckereien, dass man sich gut und gerne mehrere Teller füllen kann, ohne dass es langweilig wird.

Im Preis inbegriffen sind übrigens Wasser und Kaffee satt. Letzterer stammt aus eigener Röstung und schmeckt hervorragend – könnte allerdings einen Tick stärker sein. Da auch Veganer ihren Kaffee manchmal mit Milch trinken, fragen wir Kellnerin Jacqueline nach Sojamilch. Die sei nicht erhältlich, informiert sie uns mit Bedauern. Ein wenig später kommt sie an unseren Tisch und überrascht uns mit einem Kännchen Sojamilch. Sie hat auf eigene Initiative in der Küche nachgefragt, wo man den gesunden Milchersatz zum Kochen einsetzt – Daumen hoch für ihr Engagement!

Bis 14 Uhr schlagen wir uns die Bäuche voll, wobei wir aus den riesigen Fenstern den Ostseefähren beim Aus- und Einlaufen zuschauen können.  Das Luzifer hat übrigens eine bemerkenswerte Anzahl ausdrücklich veganer Gerichte in der Karte. Grund genug, zum Schlemmen mal nach Travemünde zu radeln.

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