Warum mal nicht koreanisch? Traditionelles Kimchi selbstgemacht

Gut gelagert zum Gären

Gut gelagert zum Gären

Kimchi ist das Nationalgericht Koreas. Und nicht nur das: Seit 2013 hat die UNESCO den milchsauer vergorenen Chinakohl zum Weltkulturerbe erklärt. Aber Achtung, deswegen muss es noch lange nicht jedermanns Sache sein. Denn Kimchi schmeckt säuerlich-scharf, also für den typischen nordwesteuropäischen Gaumen ungewohnt.

Für uns erstrecht ein Grund, Kimchi in der eigenen Küche herzustellen. Denn milde und langweilige Durchschnittsgerichte gibt es hierzulande in Hülle und Fülle. Also her mit dem vergorenen Gaumenkitzel!

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Artgerechte Tierhaltung? Kann es nicht geben!

artgerecht

Aufkleber zur Legitimation von Ausbeutung, Leid und Tod. (Foto: fs)

Die Tierschutzbewegung hat ein Problem: Ihre Moral ist so verkürzt, dass sie sich prima zur Legitimation von Qual, Misshandlung und Tod von Abermillionen leidensfähiger Lebewesen eignet. Ähnliches gilt für das Märchen von der “artgerechten” Haltung oder Biohaltung.

Denn artgerecht ist für Lebewesen nur eine selbstbestimmte Existenz ohne Ausbeutungs- und Eigentumsverhältnisse. Auch das angeblich artgerecht gehaltene Bio-Hühnchen dient der Ausbeutung durch den Menschen. Es lebt unter aufgezwungenen Bedingungen zu einem aufgezwungenen Zweck. Doch in der öffentlichen Darstellung werden diese Haltungsformen immer als gut, gerecht, fair oder sonstwie erstrebenswert dargestellt. Doch letztlich dienen sie nur dazu, Leid, Qual und Tod hoffähig machen.

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Wieder zurück von der Radreise

Reiseräder vor dem Fluss Memel, dahinter die Stadt Sovetsk (Tilsit) im Kaliningrader Gebiet (Foto: fs)

Reiseräder vor dem Fluss Memel, dahinter die Stadt Sovetsk (Tilsit) im Kaliningrader Gebiet (Foto: fs)

Auch wir von Lübeck-Vegan sind nicht immer gerne zuhause. Liebend gerne reisen wir in der Weltgeschichte herum – und das in der Regel mit dem Reiserad. In den vergangenen Wochen waren wir im Memelland (Litauen) sowie dem ehemaligen Ostpreussen (Ost-Polen, Masuren, Ermland) unterwegs. Gespeist wurde selbstredend vegan, was im Ausland zwar ein wenig schwieriger, aber trotzdem immer gut möglich ist.

Nun sind wir wieder zurück in Lübeck und können uns wieder mit voller Energie unserer Webpräsenz widmen! Ein ausführlicher Reisebericht erscheint in ein paar Wochen auf www.spatzier.net.

Café Affenbrot jetzt mit veganem Döner: Wir haben ihn probiert und waren begeistert!

Das Lübecker Café Affenbrot ist ein sympathisches Restaurant, das vegetarische und vegane Gericht auf seiner Karte führt. Gut, aus veganer Perspektive ist ein Vegetarier mit einem Alkoholiker vergleichbar, der Wein und Bier als unbedenkliche Limonaden einstuft.

Aber mal abgesehen von dieser so kleinlich wirkenden wie faktisch höchst bedeutsamen Unterscheidung darf sich Lübeck durchaus glücklich schätzen, überhaupt über so etwas wie eine ethisch verantwortliche Gastronomie zu verfügen. Und das Café Affenbrot gehört zweifelsohne dazu.

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Lübeck-Vegan auf der Critical Mass Lübeck

Frank Spatzier (grünes T-Shirt) auf der Lübecker Critical Mass im Juli 2014

Frank Spatzier (grünes T-Shirt) auf der Lübecker Critical Mass im Juli 2014

Es hat zwar nicht unbedingt etwas mit veganer Lebensweise zu tun, ist aber trotzdem erwähnenswert: Wir von Lübeck-Vegan nehmen regelmäßig an den Lübecker Critical Mass Aktionen teil. Dabei handelt es sich um ein Form von unorganisierten Fahrrad-Demonstrationen, die den Radverkehr mehr ins öffentliche Bewusstsein rücken sollen. Auch steht die Forderung nach mehr Raum für den Radverkehr im den KFZ-dominierten Innenstädten im Vordergrund. Die Aktionen finden weltweit in größeren Städten statt.

In Lübeck treffen sich Radfahrer jeden ersten Freitag im Monat um 19 Uhr am Bismarck-Denkmal zwischen Lindenkreisel und Bahnhof. Danach geht es in locker-lustiger Runde durch die Stadt, und zwar auf den Fahrbahnen. Erlaubt wird das durch einen Passus in der Straßenverkehrsordnung, demnach ein geschlossener Verband von 15 und mehr Radfahrern von der Radwegbenutzungspflicht befreit ist und die Fahrbahn benutzen darf.

Wir von Lübeck-Vegan propagieren einen friedlichen Lebensstil, der anderen Lebewesen möglichst wenig Leid verursacht. Dazu gehört natürlich auch das Mobilitätsverhalten. So besitzen wir keine Autos und fahren im Alltag ausschließlich Rad. Der motorisierte Individualverkehr hat so viele negative Auswirkungen auf soziale und ökologische Bereiche, dass zu einer bewusst friedlichen Lebensführung auch zwingend das Radfahren gehört. Mehr Informationen zur Lübecker Critical Mass Aktion gibt es hier.

Kennenlerntreffen der Lübecker Aktionsgruppe der Albert Schweitzer Stiftung

Am Freitag, den 4. Juli findet in der EssBar (Krähenstraße 1 – 3, Lübeck) von 18 – 20 Uhr das Kennenlerntreffen der Lübecker Aktionsgruppe (AG) der Albert Schweitzer Stiftung statt.

Letztere setzt sich aus aus Ehrfurcht vor dem Leben gegen die Ausbeutung von Tieren und damit auch für eine vegane Lebensweise ein. Sie ist damit ein potenter und öffentlichkeitswirksamer Akteur in der veganen Bewegung.

Erster Aktionstag der Lübecker AG soll der 11. Juli sein. In der Breiten Straße soll dann mit Broschüren über Veganismus und Tierausbeutung informiert werden. Weitere Infos findet Ihr auf der facebook-Präsenz der AG.

Die lieben Angler

angelplatz

Und doch: Fische spüren Schmerzen!

Sie kauern, stehen oder sitzen an den Ufern von Gewässern. Oft tragen sie Olivgrün oder Camouflage, weil sie sich dann wohl cooler, mächtiger oder männlicher vorkommen. Ihre Tätigkeit: Mithilfe einer Angelroute werfen sie einen angeseilten Köder ins Wasser, der mit einem versteckten Widerhaken versehen ist. Nun muss gewartet werden, bis ein armes Wassertier den Köder für Nahrung hält und hineinbeisst.

Dieses Anbeissen ist der Moment, dem der Angler (oder auch die Anglerin) entgegenfiebert. Der Moment also, in dem sich der Fisch schwer verletzt, weil er sich den versteckten Angelhaken in den Kiefer gerammt hat. An einem Schwimmer erkennt der Angler nun die Qual des Tieres und vergrößert sie noch, indem er es mit der Angelleine aus dem Wasser zerrt. Dann reisst der Angler dem Fisch den Haken aus dem Maul und wirft ihn entweder zurück ins Wasser (Catch & Release) oder tötet ihn mehr oder weniger fachgerecht, um ihn später zu essen.

Klingt nach schwerer Tierquälerei? Ist es auch – obwohl Angler und ihre Lobby nicht müde werden zu behaupten, das würde den Fischen doch garnicht weh tun und sei gut für die Bestände. Doch nicht nur der gesunde Menschenverstand, sondern auch wissenschaftliche Erkenntnisse kommen zu ganz anderen Ergebnissen.

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Werbung für Spanferkel-Buffet: Gedankenlos, zynisch oder einfach nur grausam?

spanferkel_zynismusSoso, das “Klubhaus mit Herz” des TUS-Lübeck lädt ein zum leckeren Spanferkel-Buffet. Und illustriert das ganz besonders liebreizend auf seinen Plakaten am Sportplatz – samt Foto eines getöteten und aufgeschlitzen Schweines.

Mal ehrlich, wie kann man neben dem Foto der Leiche eines Lebewesens den Schriftzug “Klubhaus mit Herz” abdrucken? Macht sich da noch überhaupt jemand ansatzweise so etwas wie Gedanken?

Etwa darüber, dass das abgebildete Tier ohne Leiden leben wollte – so wie wir alle? Oder darüber, dass Schweine zu einem komplexen Sozialleben fähig sind, recht ansehnliche kognitive Leistungen vollbringen können und individuelle Bedürfnisse haben?

Hier geht mutmaßliche Gedankenlosigkeit respektive enthirnte Blödheit nahtlos in grausamen Zynismus über. Ein Paradebeispiel für Destruktivität der menschlichen Spezies – abscheulich und beschämend.

 

Angrillen 2014: Natürlich vegan!

Vegane Leckereien auf dem Grill

Vegane Leckereien auf dem Grill (Foto: fs)

Mit den ersten Sonnenstrahlen des erwachenden Frühjahrs wird es dringend wieder Zeit, den Grill auszumotten. Und natürlich müssen Veganer keineswegs auf diese leckere Zubereitungsart verzichten. Das Angebot an veganen Grillereien ist mittlerweile recht umfangreich – Bioläden und gut sortierten Supermärkten sei Dank.

Für unser Angrillen 2014 haben wir uns eine breite Auswahl an veganen Grillwürsten besorgt. Einfach mal um zu testen, wie die Sachen so schmecken. Dazu gab es noch Tempeh, also mit einem speziellen Pilz durchwobene gekochte Sojabohnen. Auch auf dem Rost landeten die Grillfilets von Taifun sowie Veggie-Schnitzel von Edeka.

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Café Affenbrot reloaded: Mäßiges veganes Angebot, mäßiger Geschmack

Das Café Affenbrot im Lübecker Werkhof

Das Café Affenbrot im Lübecker Werkhof (Foto: fs)

Das Café Affenbrot im Werkhof hat einen neuen Besitzer. Seit dem 1.März leitet mit Christian Fries der Gründer der Medeweder Mühlenbäckerei  (bei Schwerin) das vegetarische Restaurant. Grund genug für Lübeck-Vegan, dem Café Affenbrot mal wieder einen Besuch abzustatten und das vegane Angebot zu inspizieren.

Doch so ganz konnte uns vegane Küche des Café Affenbrot nicht überzeugen – da ist sowohl geschmacklich als auch angebotsmäßig noch Luft nach oben.

 

 

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Lübeck-Vegan in neuem Gewand

Was lange währt, wird endlich gut: Der Relaunch von Lübeck-Vegan ist abgeschlossen. Lübecks Veganismus-Website lässt ab heute die eingestaubte Blog-Optik hinter sich und präsentiert sich in einem moderneren Magzin-Look.

Claudia und ich wünschen euch weiterhin viel Spaß und hoffentlich viele wertvolle Informationen mit Lübeck-Vegan!

 

Melanie Joy: Warum wir Hunde lieben, Schweine essen und Kühe anziehen

Fleisch essen ist eine Ideologie, und diese heisst Karnismus. Laut Melanie Joy unterscheidet sich der Karnismus von der bloßen Praxis des Fleischessens, weil es sich dabei um ein Glaubenssystem handelt, das als selbstverständlich hingenommen und nicht hinterfragt wird. Anders ist es nicht zu erklären, weshalb Menschen ihre Haustiere verhätscheln und sich gleichzeitig Steaks, Frikadellen und Bratwürste schmecken lassen – ohne darin einen Widerspruch zu erkennen.

Für Joy ist der Karnismus als Ideologie bereits so fest etabliert, dass bestimmte Praktiken (etwa Fleischessen, Lederschuhe tragen, Hunde streicheln) als normal gelten und nicht hinterfragt werden (wobei Joys Ideologiebegriff im Übrigen von dem Karl Marx’ abweicht – aber wir wollen hier nicht mit theoretischen Spitzfindigkeiten langweilen…).

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Fleisch überflüssig: Veganer Doener von Makam Naturkost

Das Makam-Team

Das Makam-Team: Kenan und Moana Kayis, Cherazah Scholz (Foto: fs)

Es ging ziemlich esoterisch zu auf der diesjährigen Lebensfreude-Messe in der Lübecker MUK. Ob vedisches Heilwissen, Edelsteinengel oder Reiki – die Palette an spirituellen bis obskuren Themen war mehr als bunt.

Da stach der Stand von Makam Naturkost besonders angenehm hervor. Dort ging es nicht um schwer greifbare Dinge aus dem Kosmos spiritueller Praktiken und Erkenntnisse. Nein, im Gegenteil. Es ging um etwas ganz profanes, nämlich um das leibliche Wohl.

Doch Leib und Seele gehören bekanntlich zusammen. Und damit letztere kein Leid erfährt, weil auch der Leib friedlich und ethisch korrekt ernährt wird, bietet Makam Naturkost auch vegane Döner an. Oder besser Doener mit “oe”, denn die vegane Version des türkischen Imbiss-Klassikers unterscheidet sich von ihren fleischlastigen Geschwistern. Das aber weniger in Geschmack und Konsistenz der Füllung, die dem Original verblüffend nahe kommen.

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Deutscher Tierschutzbund macht quälerische Massentierhaltung hoffähig

Ein toller Verein, der Deutsche Tierschutzbund. Als Dachorganisation der Tierschutzvereine und -heime möchte er dem Missbrauch von Tieren “wirkungsvoll entgegentreten” (Eigendarstellung). Ganz engagiert werden auf seiner Website jede Menge Missstände angeprangert, die es zu beheben gilt.

Vom Artenschutz über den Kampf gegen Tierversuche bis hin zur rechtlichen Besserstellung von Tieren sieht das Programm des Vereins eigentlich ganz manierlich aus. Auch ist man gegen Massentierhaltung, quälerische Tiertransporte und fordert eine “möglichst schonende Schlachtung.”

Ein unüberlegt zynischer Satz, der aber zeigt, was das Gerede des Tierschutzbunds wirklich wert ist: wenig bis nichts. Oder wie ist es zu erklären, dass er gemeinsam mit den Giganten der Massentierhaltung VION und Wiesenhof ein sogenanntes Tierschutzlabel erarbeitet hat, das den ausgebeuteten Tieren praktisch nichts nützt?

Im Gegenteil: Indem es die lebensverachtenden Praktiken dieser Konzerne hoffähig macht, können diese munter weiter betrieben werden.

 

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Veganes Schlemmen in Berlin

Restaurant "Kopps" am Koppenplatz, Berlin-Mitte

Restaurant "Kopps" am Koppenplatz, Berlin-Mitte (Foto: fs)

Auch wir von Lübeck-Vegan müssen regelmäßig mal raus und Großstadtluft schnuppern. Richtige Großstadtluft, nicht das laue Provinzlüftchen, das durch Lübeck wabert. Also haben wir uns mal wieder auf nach Berlin gemacht, um den Asphaltdschungel zu erkunden.

Das macht natürlich hungrig. Kein Problem, denn Berlin hat für hungrige Veganer einiges zu bieten. Verpflegt haben wir uns jeweils morgens im Kopps und abends im Vöner. Zwei Restaurants, die recht unterschiedliche kulinarische Ansätze verfolgen: Das Kopps steht für raffinierte und gehobene vegane Küche, während es Vöner-Restaurant eher schnell und imbissig zugeht.

Beides ist extrem lecker, extrem friedlich und extrem sättigend!

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