Vegan für Anfänger im Café Calma

Café Calma

Café Calma, Hüxstr. 67, Lübeck (Foto: fs)

Lange haben wir darüber nachgedacht, ob wir auf Lübeck-Vegan über das Café Calma berichten sollen. Unser Problem: Auch dort gibt es nur ein winziges veganes Angebot, umgeben von Fleisch, Fleisch und nochmal Fleisch.

Dass wir es trotzdem machen, hat damit zu tun, dass wir uns in Lübeck befinden. Und dort sollte man sich über jedes vegane Pflänzchen freuen – und sei es auch noch so winzig. Vielleicht wächst es ja noch ein bisschen…

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Relaunch im Endspurt

“Relaunch” ist das neudeutsche Wort für Neustart. Auch Lübeck-Vegan soll neu starten, was in unserem Falle heisst, sein Erscheinungsbild zu verändern. Und zwar weg vom langweiligen WordPress Standard-Theme hin zu einem schicken Magazinlayout.

Noch sitzen wir vor den Rechnern und arbeiten fleißig am neuen Erscheinungsbild. Aber lange dauert es nicht mehr, bis Lübeck-Vegan auch optisch der wachsenden Bedeutung des Vegansismus entsprechen wird. Wir freuen uns jedenfalls schon drauf, bald bunter und auffälliger im Netz vertreten zu sein!

 

 

Reisevortrag von Frank Spatzier beim ADFC Lübeck

Frank Spatzier in Braniewo (Braunsberg, PL) (Foto: cs)

Frank Spatzier in Braniewo (Braunsberg, PL) (Foto: cs)

Nanu, eine Ankündigung eines Radreisevortrags auf Lübeck-Vegan? Nun ja, streng genommen ginge das schon ein wenig am Thema vorbei, gäbe es nicht zwei entscheidende Punkte: 1. Die Reise haben Claudia und ich unternommen, und 2. ernährten wir uns dabei selbstverständlich vegan. Klar, dass letzteres nicht immer einfach war.

Der Diavortrag findet am 6. Februar um 19 Uhr in der Jugendherberge “Vor dem Burgtor” (Am Gertrudenkirchhof 4, 23568 Lübeck) statt. ADFC-Mitglieder zahlen 2,50 €, Nichtmitglieder 4 €.

Der Vortrag bildet den Auftakt zu einer Vortragsreihe des ADFC Lübeck. Infos über die anderen Themenabende gibt es hier.

 

Gedenken an eine Kämpferin gegen Unterdrückung und Leid: Rosa Luxemburg

Symbolischer Grabstein Rosa Luxemburgs (Gedenkstätte der Sozialisten, Berlin-Friedrichsfelde), Foto: fs

Symbolischer Grabstein Rosa Luxemburgs (Gedenkstätte der Sozialisten, Berlin-Friedrichsfelde), (Foto: fs)

Solidarität mit den Unterdrückten und Kampf gegen menschengemachte Repression standen im Zentrum ihres Tuns. Ihre Vision war die Überwindung von Ausbeutungsverhältnissen, und damit eingeschlossen die Befreiung der Tiere.

Empathie und die Erfahrung von Leid waren zentrale Momente im Denken Rosa Luxemburgs. Es war ihre Überzeugung, dass es keine Emanzipation des Menschen ohne die Emanzipation der Natur geben könne. Auch können wir von ihr lernen, wie inhuman und antizivilisatorisch es ist, der Ungerechtigkeit gegenüber gleichgültig zu werden.

Als marxistische Theoretikerin war sie davon überzeugt, dass das Privateigentum an Produktionsmitteln Grundlage von Ausbeutungsverhältnissen ist. Und auch davon, dass die innere Logik des Kapitalismus darauf angewiesen sei, den Kriegszustand zu erhalten. Sehr zeitgemäß angesichts der aktuellen Häufung von Kriegen.

Rücksichtsloseste revolutionäre Tatkraft und weitherzigste Menschlichkeit, dies allein ist der wahre Odem des Sozialismus. Eine Welt muß umgestürzt werden, aber jede Träne, die geflossen ist, obwohl sie abgewischt werden konnte, ist eine Anklage; und ein zu wichtigem Tun eilender Mensch, der aus roher Unachtsamkeit einen Wurm zertritt, begeht ein Verbrechen.“, sagt sie in einem Aphorismus.

Am 15. Januar 1919 wurde Rosa Luxemburg von reaktionären rechtskonservativen Kräften ermordet.

Anschließend noch weitere Zitate von Rosa Luxemburg. Und ein bemerkenswerter Widerspruch.

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Gesünder geht nicht: Leincracker mit Veggiekäse und Sprossen

Leinsamencracker mit Veggiekäse und Sprossen

Leinsamencracker mit Veggiekäse und Sprossen (Foto: fs)

Nach den Feiertagen mit dem ein oder anderen mastigen Festessen, ist Anfang Januar meist Abspecken und Entschlacken angesagt.

Aber auch hier sind wir Veganer eindeutig im Vorteil. Denn es sind vor allem die tierischen Fette, die den Körper so richtig fertigmachen. Veganer Braten dagegen lässt geschmacklich nichts vermissen, belastet aber nicht so sehr – auch nicht die Hüften.

Trotzdem, ein wenig Schonkost tut manchmal Not. Und da haben wir etwas ganz Besonderes entdeckt: Leinsamencracker mit veganem Streichkäse und selbstgezogenen Sprossen. Hier ergeben beste und gesündeste Zutaten einen herzhaften Snack, der zu jeder Tageszeit genossen werden kann. Also genau das Gegenteil von drögem Schlechte-Laune-Essen zum Schlechte-Laune-Januarwetter.

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Spaß mit der rohköstlichen Misosuppe

Rohköstliche Misosuppe

Rohköstliche Misosuppe (Foto: fs)

Vor zwei Wochen ging es auf Lübeck-Vegan um die Misosuppe, das japanische Nationalgericht. Aber da hatten wir ja noch das alte Jahr. Heute sieht alles ein wenig anders aus, denn auch wir werden nun von guten Vorsätzen geleitet. Einer davon lautet: mehr Rohkost!

Und so haben wir uns daran gemacht, Misosuppe als Rohkostgericht zu fabrizieren.

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Ein frohes neues Jahr!

Frank Spatzier mit dem grünen Neujahrs-Smoothie

Frank Spatzier mit dem grünen Neujahrs-Smoothie (Foto: fs)

…wünschen wir allen Veganerinnen und Veganern sowie all jenen, die es einmal werden wollen.

Um mal mit einem beliebtem Vorurteil aufzuräumen: Veganer sind keine spaßlosen Gesellen, die auf Partys Heuaufguss nuckeln und am Grashalm knabbern. Veganer können es durchaus krachen lassen – und das nicht zu knapp.

Bier ist in aller Regel vegan, und bei Wein und Schnaps lassen sich ebenso vegane Spaßmacher finden. Auch ist “vegan” ein qualitativer, aber kein quantitativer Begriff.  Eine typische Frage, die mir erst heute wieder gestellt wurde: “Sag mal, Du rauchst nicht, bist Veganer und fährst nur Fahrrad. Dann trinkst du sicher auch keinen Alkohol?” Gedachte Antwort: “Wenn du wüsstest..”

Jedenfalls haben auch wir von Lübeck-vegan den Jahreswechsel recht feuchtfröhlich verbracht. An Neujahr gab’s zum Ausgleich gesunde Kost sowie einen grünen Rohkost-Smoothie zum Wecken der Lebensgeister. Zum Rezept geht’s unten.

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Inside Lübeck-vegan – oder wie feiern atheistische Veganer Weihnachten?

Veganes Entenbrustfilet und selbstgemachter Rotkohl

Veganes Entenbrustfilet und selbstgemachter Rotkohl (Foto: fs)

Mit Weihnachten ist das so eine Sache: Es ist ein Fest mit langer Tradition und einer besonderen Stellung unter den Festen. Fast könnte man sagen, Weihnachten sei das wichtigste Fest im Jahr. An Weihnachten feiert man mit seiner Familie, kommt zur Besinnung, fühlt den “Geist der Weihnacht.” Zumindest wird uns das in unzähligen Filmen und Geschichten so weisgemacht.

Doch Weihnachten ist ein christliches Fest. Zelebriert wird die Geburtslegende des Hauptpropheten und Religionsstifters. Atheisten können da schlecht mitfeiern, weil sie so ihre Probleme mit Dingen wie einer unbefleckten Empfängnis oder einem heiligen Geist haben. Kein Problem, ohne den religiösen Ballast lässt sich Weihnachten schnell in eine Jahresendfeier umwidmen. Besinnung und Besinnlichkeit tut das keinen Abbruch.

Aber was ist mit solchen Leuten wie uns von Lübeck-vegan? Wir glauben nicht nur nicht an Gott, sondern lehnen auch den Konsum tierlicher Produkte ab. Und das auch noch aus ethischen Gründen. Was immerhin zeigt, dass es zur Beantwortung der Frage nach dem guten Leben keiner Religion bedarf.

Doch was tun Leute wie wir an Weihnachten? Uns einschließen und am Grashalm nuckeln? Salat und Gemüse lutschen bis zur veganen Ekstase? Ganz und gar nicht. Auch wir atheistischen Veganer genießen Weihnachten – pardon, die Jahresendfeier – mit Freude, Genuss und einer gehörigen Prtion Besinnlichkeit.

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Alle Jahre wieder…

… stirbt die Weihnachtsgans
Verliert fast ihr Gefieder
In ihrer Todesangst

Muss leiden und muss sterben
Für das Christenfest
Hat die Hölle hier auf Erden
Weil sie den Menschen schmeckt

Wenn Weihnachten wirklich das Fest der Liebe ist, dann sollte diese Liebe allen fühlenden Lebewesen gelten.

Der Saft aus der Gruft: Misosuppe

Misosuppe

Japanisches Nationalgericht: Misosuppe (Foto: fs)

Zwei Jahre lang lagert der verschimmelte Brei in Fässern. Nicht in irgendwelchen, sondern in sehr, sehr alten.  Zusammengepresst von tonnenschweren Steinen hat er Zeit genug, um vollends zu verwesen. Vollständig zu zerfallen in seine mineralischen und organischen Einzelteile. Exhumiert (oder besser: Exdoliert) wird schließlich eine zähe Masse, die es faustdick in sich hat – geschmacklich wie inhaltlich.

Die Rede ist von Miso, der eigentümlichen japanischen Würzpaste aus fermentierten Sojabohnen. Und hier speziell vom Hatcho-Miso, seiner würzigsten Variante. Hardcore-Gourmets genießen es pur und erleben eine Geschmacksexplosion auf der Zunge. Traditionalisten stellen damit Misosuppe her, ein japanisches Nationalgericht.

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Was ist das: Abolitionismus

Auch diese Schafe sind Eigentum und werden ausgebeutet

Auch diese Schafe sind Eigentum und werden ausgebeutet (Foto: fs)

Fach- und Fremdwörter sind vielen ein Graus. Doch ganz ohne geht es nicht – vor allem dann, wenn sich dahinter etwas Wichtiges verbirgt. Abolitionismus ist so ein Wort. Es kommt oft in Verbindung mit Veganismus vor, und hier speziell mit der ethischen Frage nach Tierrechten.

Der Begriff Abolitionismus kommt aus dem Englischen. “Abolition” heißt übersetzt soviel wie Abschaffung, und Abolitionismus wird damit zu einer Forderung nach der Abschaffung von etwas. Früher ging es um die Abschaffung der Sklaverei, heute ist damit die Abschaffung der Ausbeutung nichtmenschlicher Tiere gemeint.

Gefordert wird dabei die totale Abschaffung, und nicht nur eine schrittweise Verbesserung der Ausbeutungsbedingungen (letzteres wäre dann der Reformismus, um ein weiteres Fremdwort zu benutzen.) Die totale Abschaffung der Ausbeutung schließt dabei auch das Halten von Haustieren ein.

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Aller Anfang ist schwer im “Hans im Glück”

Veganer Burger und Pommes im "Hans im Glück"

Veganer Burger und Pommes im "Hans im Glück" (Foto: fs)

Mal ehrlich, so recht leuchtet uns wirklich nicht ein, was die Burgergrill-Kette “Hans im Glück” mit dem gleichnamigen Märchen zu tun haben will. Während der Märchen-Hans in vorbildlich buddhistischer Manier mit dem Schwinden seines Eigentums freier und glücklicher wird, will der Burger-Hans genau das Gegenteil – Gewinne erwirtschaften. Und das möglichst schnell, wie der Blick in die nicht gerade billige Speisekarte offenbart.

Aber dafür hat der Burger-Hans (Breite Str. 1 – 5, Lübeck) so einiges zu bieten: ein tolles Ambiente und – man höre und staune – einen (!) veganen Burger in seiner Karte. Gut, ein veganer Alibi-Burger zwischen lauter Fleischkollegen, könnte man jetzt lästern. Was hat so etwas auf Lübeck-vegan zu suchen?

Wir wollen ausnahmsweise mal Fünfe gerade sein lassen und werten diese eine vegane Burgervariante als Zeichen eines Anfangs. Sprich, da ist noch viel Luft nach oben und damit viel Potenzial für weitere vegane Burgervarianten. Und genau deshalb haben wir ihn mal probiert, den noch-Alibi-Burger des “Hans im Glück.”

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Über den allgegenwärtigen naiven Zynismus

Ein lachendes Huhn wirbt für den Kauf seiner gegrillten Körperteile (Foto: fs)

Metzgereien und Brathähnchen-Grills haben zuweilen ein eigenartiges Weltverständnis: Da wird mit lachenden Schweine- oder Hühnerfiguren geworben, die auf den Verkauf ihrer eigenen Körperteile hinweisen. Verarbeitete Körperteile, für die sie leiden und sterben mussten.

Ich möchte einmal eine bitterböse Analogie zeichnen: Ein Plakat mit einem stilisierten KZ-Häftling, der eine Lampe in seiner Hand hält. Ihr Schirm besteht aus Menschenhaut, und das Werbeplakat hängt an einer Verkaufsstelle für solche Lampen. Übertrieben? Geschmacklos? Bösartig?

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Rohkost, die Zweite – pikanteste Tomatencracker

Pikante Tomatencracker

Pikante Tomatencracker (Foto: fs)

Kann man von gustatorischen Reizen einen Orgasmus bekommen? Vielleicht nicht ohne zusätzliche bewusstseinserweiternde Massnahmen. Doch mit den rohköstlichen pikanten Tomatencrackern aus unserem zweiten Rohkostexperiment lässt sich schon spielend die Plateauphase erreichen. Und zwar aus dem Stand.

Ohne Übertreibung – im gut sortierten Lebensmittelladen befände sich ein Snack von derartig abgehobener Qualität im obersten Preissegment. Ganz im Gegensatz zu den wirklichen Herstellungskosten, die problemlos aus der Portokasse eines Studentenhaushalts zu bezahlen sind.

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