Deutsche Fleisch”produktion” 2014 auf Rekordniveau

Man mag es kaum glauben: Trotz hierzulande abnehmendem Fleischkonsums werden in deutschen Schlachthöfen immer mehr Lebewesen dahingemetzelt. Grund dafür ist der getiegene Export. So verließen im Jahr 2014 ganze 8,2 Millionen Tonnen Fleisch die Massenvernichtungsanlagen – soviel wie nie zuvor. Ein zutiefst trauriger Rekord mit verheerenden Folgen.

 

Millionenfaches Leid für Profit und Appetit

3,6 Millionen Rinder und 58,7 Millionen Schweine mussten im vergangen Jahr ihr Leben für Profit und Gaumenschmaus lassen. Nicht zu vergessen die Abermillionen Puten, Enten und Gänse aus den Höllenhallen der Zuchtbetriebe. Ungezählte Lebewesen, die nicht anders als Menschen Leid spüren und ein artgerechtes Leben führen möchten.

Doch weil die Spezies Mensch mehrheitlich der Meinung ist, ohne Fleisch auf dem Teller nicht auskommen zu können, müssen sie ein kurzes Leben in immensem Leid verbringen. Und ihr Leid dürfte aufgrund der gestiegenen Menge eher noch zugenommen haben.

 

Gesundheitliche Risiken durch verantwortungslose Profitgier

Doch auch für den Menschen wird der Fleischkonsum immer problematischer. Neben den gravieren ethischen Einwänden gibt es immer mehr gesundheitliche Risiken, die mit der industriellen Fleisch”produktion” verbunden sind.

Über 90 Prozent der Puten erhalten während der Mast Antibiotika. Mit ungeahnten Folgen für die Gesundheit der Bevölkerung. So fand der BUND auf 88 Prozent von bei Discountern gekauften Putenfleischproben antibiotikaresistente Keime. Doch für diese fatale Praxis ist kein Ende in Sicht. Denn die katastrophalen Haltebedingungen in den Massenzuchtanlagen sind geradezu einladend für allerlei Krankheiten.

Und bricht einmal eine Krankheit trotz all der Antiobiotika aus, sind unvorstellbare Massentötungen die Folge. Ende letzten Jahren wurden als Folge einer Geflügelseuche im allein Landkreis Cloppenburg ganze 130.000 Puten hingerichtet.

 

Schlachthäuser sind auch schlecht für Menschen

Aber auch der Mensch wird in den Schlachthäusern ausgebeutet. Wie es sich für inhumane und amoralische Profitmaximierer gehört, sind auch die Arbeitsbedingungen in diesen Tötungsbetrieben verheerend. Dazu kommt, dass die Arbeit im Schlachthof systematisch krank macht – seelisch wie körperlich.

Der traurige Rekord aus letztem Jahr mag für die dahinterstehenden Produzenten ein Grund zum Feiern gewesen sein. Doch zeigt sich gerade dort der lebensverachtende Zynismus des Kapitalismus. Und ebenso zeigt sich einmal mehr, wie unfassbar grausam eine Spezies mit anderen Spezies umzugehen vermag. Der Mensch taugt jedenfalls kaum zum Aushängeschild für eine gelungene Evolution…

 

 

 

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