Geplante Obsoleszenz? Teures Sedona Dörrgerät nach nur anderthalb Jahren kaputt

Nach nur anderthalb Jahren kaputt: Dörrgerät von Sedona

Nach nur anderthalb Jahren kaputt: Dörrgerät von Sedona

Grünkohl-Chips sind lecker und gesund. Doch heute wurde es nichts mehr mit der Leckerei. Dabei haben wir uns extra auf dem Markt Grünkohl aus biologischem Anbau besorgt. Der Kohl wurde gewaschen, abgetrocknet, mit Öl, Salz und Pfeffer gewürzt und dann in unser Sedona-Dörrgerät gelegt. Mit letzterem haben wir schon so manche rohköstlich-vegane Speise zubereitet.

Doch heute versagte uns das Ding den Dienst. Nach einer halben Stunde schaltete es sich ab und war nicht mehr in Gang zu bringen. Wir wechselten das Stromkabel und sogar die Sicherung – nichts zu machen. Das Dörrgerät von Sedona blieb tot.

Fast 370 Euro hat das Gerät gekostet. Ein Gerät, das nichts weiter tun muss, als Luft kontrolliert zu erwärmen. Nicht gerade eine besonders komplizierte Aufgabe, die hochempfindliche Elektronik oder ähnliches erfordern würde. Und doch quittiert es nach nicht einmal anderthalb Jahren den Dienst. Und das, obwohl es in dieser Zeit nicht einmal besonders viel benutzt worden ist.

Wir fragen uns natürlich, wie es sein kann, dass ein so teures Gerät so schnell kaputt geht? Ein Gerät, das nicht einmal eine besonders anspruchsvolle Aufgabe erledigen soll. Wird denn nur noch halbgarer Murks fabriziert und dann teuer verkauft? Oder verfolgt auch Sedona die schäbige Philosophie der “geplanten Obsoleszenz”, dernach die Lebenszeit technischer Produkte vom Hersteller künstlich reduziert wird, um mehr Umsatz zu generieren?

Für letzteres spricht zumindest die eher dürftige und wenig wertige Fertigungsqualität des Sedona-Dörrautomaten, die von billig wirkendem Plastik geprägt ist. Im Kontrast dazu verspricht der Hersteller zwei Jahre Garantie, von der wir natürlich Gebrauch machen werden.

Mal sehen, wie der Fall Sedona ausgeht. Auf jeden Fall ist es peinlich für den Hersteller, dass sein teures Produkt so unzuverlässig ist. Empfehlen können wir den Sedona Dörrautomaten also nicht mehr – im Gegenteil.

Wir halten Euch auf dem Laufenden!

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2 Comments

  1. Auch mir hat das Gerät nach identischem Muster den Dienst versagt – nach 2 Jahren und 4 Tagen, also kurz nach der zweijährigen Garantie. Ich hatte es vorher ein gutes halbes Jahr lang nicht benutzt.
    Die Firma zeigt sich ohne Diskussion kulant und repariert trotz der 4 Tage noch auf Garantie.
    Ein geplantes Versagen nach Ablauf der Garantie kann ich mir vor diesem Hintergrund unmöglich vorstellen.

    Den Ärger des Verfassers des Originalkommentars kann ich nachvollziehen. Auch ich stand mit dem fertig vorbereiteten zu trocknenden Obst auf den Tabletts ratlos da und habe mir dann mit dem Backofen beholfen.
    Seinen Ärger auf den Hersteller abzuladen, halte ich aber für falsch.
    Bei technischen Geräte können immer Defekte auftreten und wenn der Hersteller das problemlos und auf eigene Kosten oder wie in meinem Fall sogar auf Kulanz wieder in Ordnung bringt, sollte man ihm keinen Vorwurf machen.

  2. Andreas Bachmann

    Mir geht’s ähnlich. Nach nur etwa einem Jahr begann die Elektronik zu spuken, bis gar nichts mehr ging. Nach der Reparatur auf Garantiebasis funktionierte das Gerät zwar wieder, aber gelegentlich gab’s Aussetzer und jetzt, nochmal eineinhalb Jahre später hat das Gerät ganz den Geist aufgegeben, lässt sich nicht mal mehr einschalten. Jetzt muss ich es wohl schon wieder zur Reparatur einsenden.
    Von einem solch teuren Gerät erwarte ich eine längere Lebensdauer — ich habe es nicht viel benützt.

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