Gesünder geht nicht: Leincracker mit Veggiekäse und Sprossen

Leinsamencracker mit Veggiekäse und Sprossen

Leinsamencracker mit Veggiekäse und Sprossen (Foto: fs)

Nach den Feiertagen mit dem ein oder anderen mastigen Festessen, ist Anfang Januar meist Abspecken und Entschlacken angesagt.

Aber auch hier sind wir Veganer eindeutig im Vorteil. Denn es sind vor allem die tierischen Fette, die den Körper so richtig fertigmachen. Veganer Braten dagegen lässt geschmacklich nichts vermissen, belastet aber nicht so sehr – auch nicht die Hüften.

Trotzdem, ein wenig Schonkost tut manchmal Not. Und da haben wir etwas ganz Besonderes entdeckt: Leinsamencracker mit veganem Streichkäse und selbstgezogenen Sprossen. Hier ergeben beste und gesündeste Zutaten einen herzhaften Snack, der zu jeder Tageszeit genossen werden kann. Also genau das Gegenteil von drögem Schlechte-Laune-Essen zum Schlechte-Laune-Januarwetter.

Beginnen wir mit den Crackern aus Leinsamen. Ihre Herstellung ist kinderleicht:

600 Gramm braune Leinsaat wird in einem Liter Wasser so lange eingeweicht, bis das Wasser aufgesogen ist (etwa eine Stunde). Die glitschige Masse wird dann mit vier bis sechs Esslöffeln guter, natürlich gebrauter Sojasoße gewürzt.

Jetzt kommt das Dörrgerät zum Einsatz. Die Menge reicht zum Bestreichen von vier Einschüben und wird gleichmäßig auf den Dörrfolien verteilt. Zu Beginn kann mit leicht erhöhter Temperatur gedörrt werden, etwa zwei Stunden mit 46°C. Anschließend werden die angetrockneten Fladen von den Folien genommen und direkt auf die Einschübe gelegt. Jetzt mit dem Messer in Stücke schneiden und bei 43°C etwa sieben Stunden lang zu Ende dörren.

Etwas aufwändiger ist der vegane Streichkäse:

  • 210 Gramm Cashewkerne werden zwei Stunden lang eingeweicht. Zusammen mit 40 Gramm Hanfsamen sowie einer Tasse (230 ml) Wasser mit einem Viertel Teelöffel probiotischem Joghurt-Ferment wird alles in einem Mixer püriert.
  • Es folgt der handwerkliche Teil, bei dem man ein Sieb mit einem Handtuch auskleidet und in eine Schüssel hängt. Der pürierte Brei kommt ins Tuch und darf etwa 12 – 14 Stunden bei Zimmertemperatur fermentieren.
  • Anschließend wird das Tuch ausgepresst und die Käsemasse nach Geschmack gewürzt (etwa mit gehacktem Dill oder Schnittlauch). In einer kleinen Schüssel muss der Jungkäse noch eine Nacht im Kühlschrank verbringen, um fester zu werden.

Sprossen ohne Leiter:

Bei Sprossen denken viele an den EHAC-Skandal von 2011. Übrigens ging auch damals die Verseuchung der Sprossen von tierischen Produkten aus, denn die Erreger kommen besonders gerne in “Nutztieren” vor. Diese müssen nicht unbedingt Krankheitserscheinungen zeigen, wenn sie infiziert sind. Über Düngemittel und kontaminiertes Wasser kann der tierliebende Keim dann auch auf den Sprossen eines Biobetriebes landen.

Das alles passiert nicht, wenn man seine eigenen Sprossen zuhause zieht. Das Wasser kommt aus dem Wasserhahn, und gedüngt werden muss nicht. Also kann man die gesundheitlichen Vorteile dieser Alleskönner in vollen Zügen genießen. Denn Sprossen sind extrem reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Und je länger sie wachsen, desto nährstoffreicher sind sie.

Kultivieren lassen sich die kleinen Pflänzchen am besten in speziellen Anzuchtgläsern und -schalen. Darin lässt sich am besten kontrollieren, ob neben den Sprossen vielleicht auch etwas Schimmel am keimen ist. Um das zu verhindern, muss regelmäßig gespült werden. Auch das geht in Anzuchtschalen problemlos.

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3 Comments

  1. Habt ihr schon mal bei lifefood bestellt? Die haben soooo tolle Sachen

  2. Ja macht das mal. Meine Favouriten sind die ganz normale Schokolade (ich mag so ausgefallene Sorten einfach nicht,schon früher nicht), Bio kokosknusper, die Gemüsechips, die pikanten Cracker und das Pikantbrot. Viel Spaß beim ausprobieren. Die Sachen sind alle rohvegan.Wo kauft ihr eigentlich sonst so ein,wenn ihr nicht im Internet bestellt? Es ist so schade dass wir in Lübeck kein Veganz haben…
    Lg Miri

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