Grillen? Natürlich vegan!

Veganer Grillteller

Veganer Grillteller

Wir müssen immer mal wieder die Werbetrommel für das vegane Grillen rühren! Für viele gehört das zünftige Grillen zur Sommerzeit. Natürlich auch für uns. Doch was landet bei Veganern auf dem Rost? Gemüse? Wurzeln? Getreidebratlinge? Schmodder mir Schlatz?  Lauter langweiliges Zeug, das so garnicht zum lecker-deftigen Grillspaß passen will? Wir sagen: Quatsch! Veganes Grillen schmeckt sogar besser, als fleischhaltiges.

Die Bandbreite an veganen Grillprodukten ist mittlerweile riesig. Fündig wird man in der Regel in lokalen Bioläden, und immer mehr auch in gewöhnlichen Supermärkten und sogar Discountern. Im Internet gibt es Spezialversender, die eine unfassbare Bandbreite an veganen Produkten im Sortiment haben. Als besonders herausragende Beispiele seien www.alles-vegetarisch.de und www.rootsofcompassion.org genannt.

Hergestellt werden die meisten veganen Grill-Leckereien entweder auf Tofu- oder Saitanbasis. Beide sind im Übrigen biologisch sehr hochwertige Eiweißarten, die ihren tierischen Kollegen in Sachen Verwertbarkeit durchaus überlegen sind. Die Produktpalette reicht von einfachen Würsten über „Schnitzel“ und „Steaks“ bis hin zu Cevapcici. Geschmacklich überzeugen die meisten von ihnen sogar Fleischesser.

Auch wenn wir es nicht gerne zugeben, wir haben als Ex-Carnvoren einiges an Grill-Erfahrung. Grillwürste und Steaks haben wir uns oft beim benachbarten Fleischer gekauft. Und wenn wir ganz mies drauf waren, tat`s auch mal das eingeschweißte Grill-Sortiment für fünf Euro die zwei Kilo. Veganismus, ja sogar der vulgäre Vegetarismus, waren uns damals fremder, als die Initiationsrituale der Dai in Südostchina. Und trotzdem kam die Zeit, als uns all die Verlockungen der Fleischtheke nicht mehr schmecken wollten. In Würsten fand sich knubbeliges Zeug, ständig musste man Knorpel oder anderes Beiwerk am Tellerrand deponieren.

Sicher, um die Gewinnspannen zu steigern oder auch nur über die Runden zu kommen, landete nicht nur das „gute“ Muskelfleisch im Schredder. Auch Steaks und Schnitzel begeisterten immer weniger. Oft wurde man beim Essen zum Hobbychirurgen und musste Glibberkram, Sehen, Gelenkkapseln oder wabberige Fettschichten herauspusseln. Übrig blieb oft eine nichtmal handtellergroße Menge essbares Fleisch. Nach dem Essen war man pappsatt, müde und träge. Einmal habe ich einen guten Freud kotzen gesehen, weil im Dönerfleisch eine fingerdicke und -lange Glibberfahne aus Sehnen versteckt war.

Vegane Grillprodukte sind natürlich frei von solchen Beimengungen. Hier gibt es keine bösen Überraschungen, keine Knorpel, kein Herausschnibbeln von widerlichen Leichenteilen, kein Würgen, keinen Brechreiz. Auf Grill und Teller landet nur eine hochwertige Speise, geschmacklich überzeugend und vom Biss- und Kauerlebnis einwandfrei. Wenn das Ganze dann noch gesundheitsförderlich und dazu in ethisch positiv ist, warum dann noch Fleischprodukte grillen?

Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort