Unser Sedona-Dörrgerät ist wieder da – und ein Grundrezept für rohköstliche Cracker

Wieder heile: Erste Cracker aus dem reparierten Sedona

Wieder heile: Erste Cracker aus dem reparierten Sedona

Ja, das war ärgerlich, als unser Sedona-Dörrgerät vor einigen Wochen seinen Geist aufgab. Gut, auch das allerbeste Gerät ist nicht vor Defekten gefeit. Wir wollen berichten, was seit dem unrühmlichen Totalausfall bis heute passiert ist.

Um das Ergebnis vorwegzunehmen: Seit ein paar Tagen steht unser Sedona wieder in der Küche und funktioniert einwandfrei. Und auch der Service von Deutschlandvertrieb Keimling war erstklassig. Als ersten Test haben wir Leinsamen-Cracker hergestellt. Das Rezept dazu findet ihr beim Weiterlesen.

 

Was habe ich mich aufgeregt. Sprichwörtlich die Wände war ich hochgegangen, als der nicht billige Sedona-Dörrautomat vor einigen Wochen seinen Dienst quittierte. Grünkohlchips hatten wir herstellen wollen. Und dann, kaum dass das mühsam gerupfte und geputzte Gemüse auf den Einschüben lag, war das Ding tot. Kein schöner Moment für einen Choleriker.

Der Grünkohl landete ersatzweise im Backofen (50 Grad, Tür mit Holzlöffel leicht geöffnet), der Sedona beinahe auf der Wiese unter dem Küchenfenster. Als ich mich beruhigt hatte, folgte die Abwicklung des Garantiefalles.

Auf meine Meldung beim Händler heiß es, man setze sich mit der Firma Keimling in Verbindung, die den Vertrieb in Deutschland tätigt. Gegen Vorlage einer Rechnungskopie hieß es, dass wir das Gerät zur Reparatur einsenden können.

Einsenden? Gerne, nur worin bitte? Die Originalverpackung befand sich schon lange im Altpapier. Und so bot Keimling an, uns für die Zeit der Reparatur ein Leihgerät zu schicken. Unser altes Gerät wurde in dessen Originalverpackung dann zurückgeschickt.

Leinsamen in Wasser und Sojasauce

Leinsamen in Wasser und Sojasauce

Kaum anderthalb Wochen später war unser Sedona repariert. Man hatte eine defekte Platine ausgetauscht und einen Funktionstest ausgeführt. Einen solchen machten wir dann auch, bevor wir das Leihgerät wieder aus den Händen gaben.

Bis heute läuft das Gerät einwandfrei. Und dem Service von Keimling können wir ohne Zögern eine sehr gute Note ausstellen. Die Abwicklung war unkompliziert, schnell und sehr freundlich – und das trotz meiner anfangs eher cholerischen Schimpftiraden…

 

Grundrezept: Rohköstliche Leinsamen-Cracker

Leinsamen auf den Dörreinschüben

Leinsamen auf den Dörreinschüben

Man lasse ca. 700 Gramm Leinsamen in 1.100 ml Wasser für etwa eine Stunde ruhen. Gewürzt wird das Ganze mit vier bis acht Esslöffeln Sojasauce (natürlich gebraut / fermentiert). Nach einer Stunde ist das Wasser von der Leinsaat aufgesogen worden, auch hat sich eine glitschige Schicht auf und zwischen den Leinsamen gebildet.

Die Masse wird auf Dörreinschübe mit Paraflex-Bögen aufgetragen (reicht für 3 – 4 Einschübe). Gut eignet sich dazu ein Holzkochlöffel. In die aufgestrichene Masse können dann Bruchkanten mit einem Messer gezogen werden.

In einem ersten Gang  wird die Masse vier Stunden lang bei 44°C gedörrt. Danach kann die Temperatur auf 42°C reduziert werden. Nach einigen Stunden kann die Dörrfolie entfernt werden, damit die Luft besser zirkuliert. Sobald die Cracker knusprig sind (nach ca. 8 – 12 Stunden), ziehen sie für den weiteren und kurzen Rest ihrer Lebenszeit in ein luftdichtes Behältnis um.

Bookmark the permalink.

Hinterlasse eine Antwort