Pervertierte Tierliebe

Gruselkabinett Tiernahrungs-Regal

Gruselkabinett Tiernahrungs-Regal

“Kaninchen mit Herz”, “Truthahn in Gelee” oder “Rind mit Leber” – der Blick ins Tiernahrungs-Regal im Supermarkt muss jeden Tierfreund erschaudern lassen. Denn die Bandbreite an Lebewesen ist riesig, die in den Dosen-Gruselkabinetten von Whiskas, Chappi und Co. landen. Doch damit nicht genug: Der sortierte Einkaufsladen hält oft zusätzlich getrocknete Schweineohren oder ähnliches Leichengefleddere für Hassos Kaugelüste parat.

Tierfreunde sind es also ganz bestimmt nicht, die ihrem Wuffi oder ihrer Miezi diese perversen Grausamkeiten in die Näpfe kleistern – obwohl sich die meisten dafür halten mögen. Doch weil sie – in wunderbar speziezistischer Manier – sogenannte “Haus-” und “Nutztiere” unterscheiden, verschwenden sie keinen Gedanken an ihr Tun. Und schon garnicht an die Widersprüchlichkeit, die darin verborgen ist.

Es ist schon grotesk: Da steht der Hundebesitzer vorm Tiernahrungs-Regal und füllt sich seinen Einkaufswagen mit Konservendosen. Drin ist Hundefutter vom Feinsten, denn Fiffi ist ja Mitglied der Familie und will gut versorgt werden. Doch dieses Hundefutter besteht seinerseits aus Tieren. Diese sind nicht Mitglieder der Familie und stehen beim Hundefreund auch sonst nicht hoch im Kurs – denn es sind “nur” Schweine oder Rinder. Dass Schweine viel bessere soziale und mentale Fähigkeiten besitzen, als ihr sabbernder Köter, spielt keine Rolle – der Köter ist kulturell als Haustier eingestuft und genießt daher eine Sonderstellung. Schweine würden theoretisch viel bessere “vierbeinige Freunde” des Menschen abgeben, als Hunde oder Katzen. Nur weiß man davon nicht viel, weil der Mensch sie lieber in Form von Braten oder Wurst auf seinem Teller sieht.

Ähnlich ist es mit Katzen. Ernährungstechnisch sind sie viel pingeliger als Hunde und können auch viel schneller verwöhnt werden. Ergo reicht die Bandbreite der angebotenen Futterkonserven von Rind über Kaninchen bis hin zum Thunfisch. Das alles noch mit Kräutern, Käse oder in Gelee. Manches Katzenfutter würde sich auch in der Feinkostabteilung gut machen.

Stellen wir uns mal vor, Hunde würden Katzen gut schmecken. Kann ja sein, denn warum sollten Katzen nur Rinder, Hühnchen oder Seehechte lecker finden? Dann könnte Whiskas auf die Idee kommen, den Katzenhaltern die neue Sorte “Hund in Gelee” anzubieten. Das Ganze lässt sich natürlich auch umgekehrt vorstellen – und der Krieg am Tierfraß-Regal wäre vorprogrammiert: Jede Fraktion von Tierhaltern würde die Lieblinge der jeweils anderen Fraktion an seine eigenen Viecher verfüttern.

Die Regel dahinter ist so klar wie hinterfragbar: Haustiere isst und verfüttert man nicht. Alles andere ist zum Abschuss freigegeben. Dabei ist die Grenze zwischen beiden Kategorien eine völlig willkürliche. Und eine, die nicht zu halten ist. Denn wenn es Miezi oder Fiffi gutgehen soll, warum dann nicht dem Schweinchen Paul, das in einer Mastanlage fürchterlich leiden muss, um noch als Kind mit einem Stromschlag getötet zu werden? Oder dem armen Thunfisch Hansi, der unter grausamsten Schmerzen aus dem Meer gerissen wird und an Bord eines Fabrikschiffes bei lebendigem Leibe verbluten und ersticken muss.

Die willkürliche Unterscheidung in “Nutz-” und “Haustiere” verschleiert nämlich die Tatsache, dass jedes Lebewesen dazu fähig ist, Schmerz zu verspüren und daher bestrebt ist, Schmerz und Leid zu vermeiden. Egal, ob es ein Fisch, Hund, Schwein, Vogel oder Mensch ist – alle können sie unter furchtbarsten Schmerzen leiden. Und die meisten von ihnen müssen dies auch, damit sie als Nahrungsmittel für den Menschen und seine “Haustiere” dienen können.

Katzenfutter

Sicher, auch Fiffi und Mietzi müssen gut versorgt werden, wenn man sie schon als “Haustier” hält. Doch tut das wirklich Not? Müssen wir überhaupt Tiere in unseren Häusern und Wohnungen halten, wo sie alles mögliche vorfinden, nur nicht ihren natürlichen Lebensraum? Die Antwort ist ein ganz klares “Nein”. Tiere gehören weder in Käfige noch in Wohnungen. Tiere gehören einzig und allein dorthin, wo sie natürlicher Weise zu leben gewohnt sind. Alles andere ist Tierquälerei – und das in doppelter Hinsicht, wenn andere Tiere für die Ernährung der “Haustiere” gequält und getötet werden.

Dazu nächste Woche mehr, wenn es um das Thema “Abolitionismus” geht.

 

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17 Comments

  1. So ein Blödsinn! Man kann es auch übertreiben. Hunde und Katzen wurden nunmal als Haustiere domestiziert,wollt ihr die jetzt alle freilassen?Eine Katze ist ein reiner Fleischfresser,wollt ihr sie mit Salat füttern nur damit ja kein Tier getötet wird.Ein Glück dass die Hunde und Katzen in freier Wildbahn bestimmt auch nach Pilzen und Beeren im Wald suchen. Auch als Veganer werde ich meine Hunde mit Fleisch füttern,weil es nãmlich keine Planzenfresser sind.Ich drücke meinen Tieren nicht meine Lebensweise auf und füttere sie krank.Darüber solltet ihr mal nachdenken.Man kann es in seiner Weltanschauung auch übertreiben.Durch euer ständiges Gemecker und gehetze über alle Nicht Veganer werdet ihr nie die Menschen umstimmen sondern nur erreichen dass niemand so sein will,aber vielleicht wollt ihr aus eurer kleinen elitãren Gruppe auch gar nicht raus,denn dann wärt ihr ja nichts besonderes mehr und könntet nicht mehr über die böse Welt jammern,da müsstet ihr euch glatt ein anderes Hobby suchen. Da muß ich mich echt schãmen und hoffe dass neben mir nicht alle Veganer so sind,sondern auch einige still vor sich hinleben,es den Menschen erzählen und erklären die es interessiert und alle die es nicht wollen,leben lassen.Damit konnte ich mehr Leute überzeugen als durch dieses Gehetze.Und es muß auch nicht jeder Mensch Veganer sein.Wenn alle Menschen ihren Fleichkonsum dratisch einschränken würden auf 1-2 mal die Woche und ab und zu auch mal auf Milchprodukte und co verzichten würden,bewirkt das schon sehr viel. ein bißchen was zu ändern ist besser als gar nichts zu ãndern.

    • Claudia Santamaria

      Hallo Mirja,

      hier mal ein interessanter Link zu dem Thema Haustiere und vegane Ernaehrung. Übrigens eine interessante Internetseite insgesamt, es lohnt sich den Newsletter zu abonnieren.

      http://www.provegan.info/de/vegan-ernaehrte-haustiere/

      Viele Grüße

      Claudia

    • Moin Mirja,

      na, da sind wir Dir ja offensichtlich ein wenig auf den Schlips getreten.

      Zu Deinen Punkten:

      a) Wer sich aus ethischen Gründen zum Veganismus entschließt, möchte mit seinem Konsumverhalten keine anderen Lebewesen schädigen. Daher der Verzicht auf tierliche Produkte. Das gilt ebenso für das Füttern von Haustieren, denn mit dem Kauf von Chappi, Whiskas & Co. wird das System der industriellen Tierausbeutung unterstützt und am Leben gehalten. Oder glaubst Du, dass die Tiere für’s Tierfutter weniger leiden müssen, als für’s Menschenfutter? Ein ethisches Motiv sollte immer ein Imperativ sein und ohne Ausnahmen gelten (sonst kann man’s ja gleich lassen).

      b) Speziezismus: Weshalb kommen Haustiere in den Genuß der liebevollen Pflege, während andere als sog. Nutztiere leiden und sterben müssen? Warum werden die einen bevorzugt, die anderen diskriminiert? Schließlich sind alle Tiere erlebensfähig und haben ein Recht auf Leben und Freiheit von Leid. Indem ein Haustier mit einem Nutztier gefüttert wird, wird letzteres aufgrund seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten Spezies diskriminiert. Ethisch ist das nicht akzeptabel, genauso wenig wie Rassismus oder Sexismus.

      c) Abolitionismus: Generell muss im Falle der Haltung von Haustieren die Frage gestellt werden, mit welchem Recht sie geschieht. Abolitinisten sind der Auffassung, dass das Eigentum an Tieren Grundlage allen Tierleids ist. Ob Haus- oder Nutztier – immer dient das Tier der Befriedigung menschlicher Bedürfnisse und Interessen. Die Bedürfnisse und Interessen des Tieres müssen sich dabei stets denen der Menschen unterordnen – und was ist die Domestizierung von sog. Haustieren anderes, als eine mehr oder weniger gewalttätige Anpassung des natürlichen tierischen Verhaltens an menschliche Interessen? Auch die bestumsorgte Hauskatze dürfte in den vier Wänden der liebevollen Katzenhalterin nicht die Lebensbedingungen vorfinden, die sie natürlicher Weise bräuchte. Ganz zu Schweigen von der latenten Fremdbestimmung durch das Frauchen. Tiere gehören ausschließlich sich selbst und darüber hinaus nur in ihre natürlichen Lebensräume.

      d) “Verbissene” Veganer: Klappern gehört zum Handwerk, und eine vegane Website darf auch gerne einmal ein bisschen zuspitzen und sticheln. Die aktuelle Situation vieler Nutztiere ist katastrophal, Besserung ist nicht in Sicht – im Gegenteil. Da hilft also keine konsensorientierte Weichspülerei, sondern die Dinge dürfen gerne beim Namen genannt werden. Davon mal abgesehen sind wir aber durchaus nette und humorvolle Zeitgenossen. Und: Wir haben tatsächlich auch nichtvegane Freunde, Bekannte und Verwandte, mit denen wir prima klarkommen…

  2. Hallo,
    Naja, dann bin ich aus eurer Sicht eben shizophren,damit lebe ich. Wie kann man es schlimmer finden dass der Mensch vegan ist,sein Haustier aber nicht vegan ernährt als dass auch der Mensch sich nicht vegan ernährt. Also weil meine Hunde fleisch fressen kann ich dann auch fleisch essen,weil es jetzt eh egal ist oder wie? Also entschuldigt bitte,aber so einen Mist habe ich wirklich noch nie gehört. Das ist genau dieses schwarz- weiß denken was ich meine und was mich ankotzt. Wenn ich nicht perfekt bin,brauche ich es auch gar nicht erst zu versuchen oder wie? Ne,ich sage weiterhin ein bißchen was zu tun ist besser als gar nichts zu tun. Auch der Link von Claudia kann mich nicht überzeugen meine Tiere vegan zu ernähren,es ist nicht natürlich,die Tiere fressen in der Natur auch Fleisch. Ja,ein Hund ist ein Allesfresser,das ist richtig und meine Hunde bekommen ja auch nicht nur Fleisch,aber sie kriegen es,auch der Wolf frisst nicht nur den Mageninhalt der Kuh und die Katze ist ein reiner Fleischfresser und alles andere macht sie krank.Wozu haben sie einen kurzen Darm,wozu die Reißzähne? Wohl kaum für Salat. Barfen ist nicht schädlich,ganz im Gegenteil. Unsere Katzen im Stall haben heute eine Maus gefangen,sie hätten auch ans Brot oder die Karotten gehen können,sie haben es aber nicht getan,komisch!?! Auch das ist der Lauf der Natur,es mag euch entsetzen,ich habe die Maus den Katzen nicht weg genommen und versucht sie zu retten. Und nur weil da ein paar Leute schreiben dass es ihren Tieren nicht geschadet hat kein Fleisch zu fressen ist das noch lange keine wissenschaftliche Studie. Jeder sucht sich raus was er hören will und erklärt das für richtig und erwiesen,da sind die Veganer nicht besser und freier von ihrer Überzeugung als die Fleischesser. 10 Ärzte,10 Meinungen und so ist es mit allem im Leben,wer weiß schon was stimmt. Vielleicht ” weiß” man in 10 Jahren dass Soja Krebs auslöst oder die Inteligenz mindert. Ich höre auf diese Meinungen nicht mehr,dafür gibt es zu viele. Jeder muß selbst wissen was er tut und isst und für richtig hält. Und ich möchte Mich Vegan ernähren,aber meine Haustiere nicht und ich werde auch weiterhin Tiere halten. dann bin ich einigen Menschen eben nicht vegan genug,pech irgendwas ist ja immer. Ich setze dennoch ein Menschen vor ein Tierleben,wenn einer meiner Hunde ohne Grund auf einen Menschen losgehen würde,würde ich das Leben des Menschen vor das meines Hundes stellen und wenn eine Zecke an meinem Hund blut saugt, entferne ich sie und mache ihr den Gar aus (ist ja auch ein Tier,aber für mich nur ein Parasit). Wer will kann das anders sehen,was ich allerdings befremdlich finde und mir Angst macht,aber gut. man kann nicht die ganze Welt retten und wo gehobelt wird,da fallen Späne. Mir geht es auch nicht darum die Dinge nicht beim Namen zu nennen sondern nur darum es nicht zu übertreiben. Ja,die Massentierhaltung ist furchtbar und und und,aber um das besser,BESSER, nicht perfekt zu machen müssen wir nicht alle als Selbstversorger von Äpfeln und Nüssen leben und den Rest der Welt nicht mehr anfassen. Wahrscheinlich bringt das ganz andere Probleme mit sich. Irgendwelche Tiere werden wohl immer sterben müssen. Wenn wir den Planeten retten wollen müssen wir uns selbst ausrotten und zwar alle Menschen,dann fangt mal gleich an euch zu suizidieren. Ich für meinen Teil möchte bei aller Weltverbesserung noch ein bißchen “leben” und finde dass ich genug tue mit einer veganen Ernährung,einem sozialen Beruf und Engagement im Tier und Menschenschutz. Irgendwann ist es ja auch mal gut. Ich kann weder was dafür dass die Menschheit noch das ich existiere,ich lebe nun mal und von diesem Leben hätte ich gerne was wenn ich darf. Mich würde es interessieren Frank ob du es schaffst deinen omnivoren Freunden beim Essen nicht veganer Produkte zu zusehen ohne das irgendwie zu kommentieren oder zu bewerten. Ich schaffe es,du auch?Ich behaupte die meisten Veganer schaffen es nicht. Wer meine Freunde isst,ist nicht mein Freund. na,danke dann würde ich alleine dastehen und das wäre mir zu blöd. Denn bei allen Tieren so ganz unwichtig sind mir die Menschen nixht und ich breche bestimmt nicht mit meiner Familie und meinen Freunden nur weil sie Fleisch essen. Was sich da in Veganerforen für Aussagen tummeln… Soviel kann ich gar nicht saufen wie ich kotzen möchte.
    Lg Miri

  3. Und ich glaube meine Tiere haben es sehr gut bei mir und ich bin überzeugt wenn sie zwischen dem Leben bei mir und der Freiheit wählen könnten würden sie bei mir bleiben. Auch in der Natur müssen sie sich anpassen,auch wir Menschen müssen uns ständig anpassen,das bringt uns aber nicht um. Das Leben ist kein Ponyhof und der freie Wille eine Illusion.

    • Hallo Mirja,

      da ist wohl jede weitere Diskussion zwecklos. Natürlich antworten wir gerne auf Kommentare und stellen uns mit Freuden einer konstruktiven und sachlichen Kritik, aber dafür setzen wir ein Mindestmaß an ethischem und sachlichem Verständnis (bzw. dem Willen dazu) auf Seiten unserer Kommentatoren voraus. Daher belassen wir Deine letzten Beiträge ohne Antwort. Sie sind auch unkommentiert – nicht zuletzt psychologisch – durchaus recht interessante Beiträge zum Thema.

      Vegane Grüße

      Frank

  4. Jaja,diskutiert wird nur mit Leuten die eure Meinung haben,kenn ich schon. Egal,in diesen Foren zu diskutieren ist wie an den Paralympics teilzunehmen,du kannst zwar gewinnen,bist aber immernoch behindert. Ihr seid eben nicht nur vegan und veganer sondern am vegansten und am tollsten. Herzlichen Glückwunsch.

    • Falsch, auch andere Meinungen sind hier willkommen. Aber Du solltest Dir zumindest mal die Mühe machen, auf unsere ethischen Argumente (Speziezismus, Abolitionismus) einzugehen. Veganismus ist schließlich kein hipper Lifestyle, sondern eine konkrete Lebensphilosophie. Deine langen emotionalen Tiraden samt einiger verbaler Entgleisungen sind aber keine Grundlage für eine fruchtbare Diskussion. Daher sind alle weiteren Antworten Zeitverschwendung. Wir antworten Dir aber gerne, wenn Du Dich mal mit der zugrundeliegenden Ethik befasst hast.

  5. ich habe es mir wohl durchgelesen und bin auch darauf eingegangen,aber es ist nicht meine Meinung. Ich füge meinen Tieren kein Leid zu,wie gesagt ich glaube kaum dass sie weglaufen würden wenn sie es könnten. Ich liebe Tiere und ich liebe meine Tiere,ich kann mir es ein Leben ohne Tiere nicht vorstellen und dazu stehe ich. Und ich glaube nicht dass es Ursprungs allen Leides ist. Du kannst nicht leben ohne etwas falsch zu machen und andere zu verletzen. Natürlich müssen Tiere sich uns anpassen aber wenn ich Kinder kriege muss ich diese auch erziehen,auch wir Menschen müssen uns ständig anpassen,aber das ist keine Qual,so ist das Leben nun mal,es geht nicht anders,es kann nicht jeder machen was er will,auch die Tiere nicht,in der Natur ist auch fressen und gefressen werden. Auch da haben Tiere stress die unten in der Nahrungskette stehen,wie willst du das verhindern? Ich beute und nutze keine Tiere aus nur weil ich welche halte,das ist eine meiner Meinung nach eine übertriebene Auffassung. Natürlich sind mir meine Tiere da wichtiger als fremde Tiere und ich halte sie so gut wie möglich und dazu gehört bei meinen Hunden dass ich sie nicht vegan ernähre,weil sie in der so schönen Freiheit eben auch Tiere töten würden um an Fleisch zu kommen.Und ich kann bei aller Tierliebe als Mensch nicht das Leben eines Tieres über das eines Menschen stellen,das ist einfach falsch. Wenn ich immer höre dass die Tiere so gutmütig sind weil sie sich nicht an uns rächen oder uns ausbeuten,dann kann ich einfach nur lachen,es tut mir leid. Die Tiere machen es nicht weil sie nicht wollen,sondern weil sie nicht können,ihnen fehlen die Mittel dazu. Jedes Lebewesen was unsere Macht hatte würde sich nicht besser verhalten als wir das tun. Die Farm der Tiere oder Planet der Affen sind zwar nur fiktiv,aber wenn es möglich wäre würde es so aussehen. Und hier herrscht wie in allen Veganerforen die Auffassung : vegan,veganer,am vegansten. Veganer Stufe 5, ich esse nichts was einen schatten wirft” Ein regelrechter Wettstreit und das ist so albern. Hier darf man keine Tiere halten,im nächsten Forum nicht mit nicht veganern befreundet sein und im übernächsten darf man keine veganen Produkte von Discountern und Nestle und Kraft foods kaufen bla bla bla. Na dann noch viel Spaß beim Leben. Und da finde ich es kaum ùbertrieben zu sagen wer der Welt nicht schaden will sollte sich suizidieren,denn anders bekommt man es leider nicht hin. Wenn dir meine Texte zu lang und emotional und verbal entglitten sind ist das dein Problem. Dafür sind mir deine zu selbstgerecht und weltfremd.

    • Ich denke, wir können die Sache an dieser Stelle nicht ausreichend erörtern. Aber der Grundkonflikt ist klar: hier steht eine recht leidenschaftliche Form der Haustierhaltung einigen sehr wichtigen veganen Prinzipien entgegen, sprich dem Speziezismus (Diskriminierung nach Zugehörigkeit zu einer bestimmten Spezies) sowie dem Abolitionismus (Stichworte: Nur die Freiheit ist artgerecht / Eigentum an Lebewesen als Vorraussetzung ihrer Ausbeutung). Beides sind nicht nur abstrakte ethische Prinzipien, sondern wohl begründete Richtschnüre für einen veganen Lebensstil. Für den Veganismus reicht es eben nicht, einfach nur auf bestimmte Lebensmittel zu verzichten. Dahinter verbirgt sich schließlich eine ganz konkrete Absicht, nämlich ein perfides Produktionssystem samt seiner gesellschaftlichen Einbettung zu boykottieren. Und das alles mit dem Ziel, Leid für unzählige fühlende Lebewesen zu verhindern. Natürlich lässt sich das “realpolitisch” kaum erreichen. Aber es geht darum, dieses System als solches zu boykottieren – und dabei sind ethische Prinzipen sehr hilfreich. Ich werde diese Diskussion zum Anlass für einen ausführlichen Beitrag zum Thema Abolitionismus nehmen – vielleicht schafft das ein wenig Klärung.

      Und: Diese Website ist kein Forum, sondern ein Blog mit der Möglichkeit zu kommentieren. WIr als Autoren und “Macher” haben natürlich unsere spezielle Meinung, die sich inhaltlich übrigens mit der vieler anderer (oder gar der meisten) Veganer deckt. Wir sind keine spaßlosen veganen Extremisten, sondern versuchen nur, mithilfe einer gewissen Konsequenz unsere ethischen (und auch: ökologischen, gesundheitlichen, politischen) Überzeugungen zu leben. Auch geht es nicht darum, irgendetwas zu “dürfen” oder nicht. Dürfen darfst Du alles – doch es geht hier doch eher ums “Wollen”. Omnivore Freunde sagen machmal zu uns “Ach, das darfst du ja garnicht essen.” Dann antworte ich oft: “Ich darf alles essen – ich will es bloß nicht..” Und das ist ein feiner Unterschied. Wir machen hier keinen Wettbewerb, wer der veganste Veganer ist. Aber wir beurteilen schon, was den Zielen des Veganismus entspricht und was nicht. Deine Praxis der Haustierhaltung und -fütterung ist nunmal kaum mit den Zielen des Veganismus vereinbar. Da besteht also noch der Bedarf zur Nachbesserung (mental und praktisch), nicht mehr und nicht weniger. Das ist aber nur ein Teilbereich, denn dass Du ansonsten vegan lebst, ist ja eindeutig positiv zu beurteilen. Von daher: Du bist auf einem guten Weg, aber das ein oder andere ließe sich im Sinne veganer Ideale noch verbessern.

  6. Amen :-)
    Forum,Blog,egal du weißt ja was ich meine. Gut,meine Art vegan zu sein deckt sich nicht mit eurer ethischen Vorstellung,also eben doch nicht vegan genug :-) Aber ich habe ja auch nicht gesagt dass ich vegan lebe sondern mich vegan ernähre. Klar,verbessern kann man immer,aber weiter werde ich nicht gehen,ich kann es einfach nicht,tut mir leid. Und was das wollen und dürfen angeht,klar dürfte man,Veganismus ist ja keine Krankheit wie Diabetes oder so,aber ich bin so ehrlich und gebe es schon zu dass es mit manchmal sehr schwer fällt mich vegan zu ernähren,das war ein großer schritt und ein langer Weg. Ich esse gerne und vegan zu essen ist um einiges komplizierter als ” normal ” zu essen. Und geschmacklich ( und ich weiß ja nun wovon ich rede) kommt vegan nicht an nicht vegan ran. Ich bin leider mit Fleisch groß geworden und ich mag es und an so manchen grillabenden fällt es mir schwer bei alternativen Sachen zu bleiben wenn alle Fleisch essen. Und auch keine der mir bekannten Pflanzenmilchalternativen schmeckt auch nur so annährend so gut wie “normale” Milch. Und dann Käse und alles und bei allen Lebensmitteln genau drauf achten,darf ich das nun essen oder nicht,meine Zeit als Vegetarier war schon manchmal schwer,aber als Veganer…puh! Nirgendwo zwanglos essen gehen und einkaufen. Ich höre lieber auf zu sinnieren sonst werde ich noch schwach :-) Mein Mann ist nicht mal vegetarier,hart. Natürlich weiß ich wofür ich das tue,aber dennoch fällt es mir manchmal schwer. Denn wenn das alles so einfach wäre und wir nicht Verzicht leben müssten,dann frage ich mich doch wozu wir Seitan und Sojamilch und diese ganzen Ersatzmittelchen brauchen,Obst,Gemüse und Getreide müssten dann doch eigentlich reichen,aber das tut es den meisten eben doch nicht. bitte jetzt nicht steinigen!

    • Wenn Du Dich vegan ernährst und nicht komplett vegan lebst, ist es ja schonmal ein Anfang – und kein schlechter. Auch beschäftigst Du Dich mit dem Thema, und das ist sehr gut. Ich weiß, dass es schwer sein kann, in allen Belangen vegan zu sein. Auch wir waren mal Fleischesser und wurden dann Vegetarier, bevor wir uns zum Veganismus entschlossen haben. Grund dafür waren die ethischen Aspekte. Am Anfang war es auch für uns nicht immer leicht, Käse und Eier wegzulassen. Aber mittlerweile denken wir darüber nicht mehr nach, es fehlt uns nichts – im Gegenteil, unser Speiseplan ist viel abwechslungsreicher geworden, als zu nicht-veganen Zeiten.

      Und was Soja, Seitan & Co. anbelangt: Klar, mit Obst und Gemüse kann man sich durchaus ausreichend ernähren, und einige Leute tun das auch. Aber Veganismus bedeutet ja nicht, sich selbst zu kasteien und ein freudloses Leben zu führen. Auch dem Veganer soll das Essen schmecken, und da bieten Soja & Seitan gute Möglichkeiten für ein festes und würziges Kauerlebnis. Immer nur Gemüse zu lutschen ist auf Dauer ja auch langweilig. Gerade für Leute wie uns, die mit Fleisch aufgewachsen sind, sind solche “Ersatzmittelchen” sehr praktisch – zumal sie viel hochwertiges Eiweiß enthalten.

  7. Wie alt bist du und wie lange lebst du schon vegan? Ist Claudia deine Lebenspartnerin und wenn nicht hast du jemand anderen der auch vegan lebt? Vielleicht wirds bei mir noch einfacher,mir würde es helfen wenn die Menschen die mir nahe stehen auch vegan wären.Problem ist vor allem mein Mann,der ist omnivor und hat schon gestöhnt als ich angefangen habe vegetarier zu werden. Ich müßte halt immer für mich extra alles kochen und einkaufen und das ist echt blöd,aber bei ihm habe ich leider keine Chance.

  8. Bin 43 und lebe seit zwei Jahren vegan, davor war ich ein knappes Jahr lang Vegetarier und davor ein gewöhnlicher Fleischesser. Mit Claudia bin ich verheiratet, sie hat die gleiche vegane Biographie, d.h. wir haben unser Leben gemeinsam umgestellt. Und es stimmt, wenn der Partner nicht “mitzieht” ist eine Umstellung der Ernährung bzw. der Lebensweise sehr schwierig. Claudia und ich haben uns gemeinsam für die Thematik interessiert und damit beschäftigt, so dass die Umstellung relativ leicht war. Claudia beschäftigt sich zudem recht intensiv mit veganer Küche. Wenn Dein Mann nach wie vor Fleisch isst, sind Konflikte vorprogrammiert. Aber vielleicht kannst Du ihn ja auch mit der Zeit überzeugen.

    Du siehst, wir sind erst recht spät zum Veganismus gekommen. Heute können wir kaum verstehen, wie wir diese sehr wichtige Thematik so lange ignorieren konnten – zumal wir auch in anderen Dingen sehr kritisch sind. Es macht uns tatsächlich etwas zu schaffen. Aber besser spät als nie…

  9. Naja,es macht ja keinen Sinn sich den Kopf zu zerbrechen über Dinge die passiert sind. Ich bin zum Glück jemand der nicht bedauert was in der Vergangenheit “falsch” gelaufen ist. Vielleicht sollte es so sein und wer weiss wozu es gut war. Jetzt interessiert mich noch was ihr beruflich macht und ob ihr denn mal Haustiere gehalten habt,wenn du erzählen magst. Und seid ihr auch gegen Haustierhaltung wenn diese aus dem Tierschutz stammen?

  10. Über das Berufliche lasse ich mich in der Öffentlichkeit (Internet) nicht gerne aus (Datensparsamkeit…). Ein paar Infos findest Du auf meiner Reise-Website spatzier.net – Über mich.

    Haustiere: Vor vielen, vielen Jahren, als wir noch Fleischesser und Raucher waren, hatten wir mal Meerschweinchen. Danach hatten wir keine Haustiere mehr. Das bedeutet aber nicht, dass wir für Tiere nichts übrig hätten. Wir füttern Wildvögel und schaffen es z.B. nicht, die Winterfütterung zu beenden, weil wir nicht wollen, dass die Vögel “traurig” wegen der fehlenden Futterquelle sind. In unserem Schrebergarten gibt es keine “Rehzäune”, und selbst Schädlinge wie Schnecken werden nicht bekämpft, sondern vorsichtig von den Pflanzen abgelesen und woanders hin gesetzt.

    Die Haltung von Haustieren aus dem Tierschutz sieht u.U. anders aus. Tiere, die aus schlimmen Umständen gerettet worden sind und / oder nicht mehr selbständig in der Wildnis (sofern es die bei uns noch gibt) leben können, dürfen aus ethischen Aspekten durchaus als Haustiere gehalten werden. Hier würde ich sagen, dass aus dem Mitgefühl mit dem beeinträchtigten Tier auch ein Fürsorgegebot abgeleitet werden kann.

  11. das mit den Schnecken finde ich niedlich. Schnecken mit Häusern mag ich auch,Nacktschnecken nicht so gerne. ich schau mir deine Seite mal an. das Rauchen musste ich mir zum Glück nicht abgewöhnen,hab ich nie getan :-) Wie siehts bei euch aus mit insekten und spinnen? Ich gebe zu da hört meine Tierliebe auf,ich hasse alles was mehr als 4 Beine hat,iiiiiigitt. draussen kann kreuchen und fleuchen was will,aber bitte mit 10 meter abstand zu mir und in der Wohnung geht gar nicht,da werde ich verrückt.

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