Spaß mit der rohköstlichen Misosuppe

Rohköstliche Misosuppe

Rohköstliche Misosuppe (Foto: fs)

Vor zwei Wochen ging es auf Lübeck-Vegan um die Misosuppe, das japanische Nationalgericht. Aber da hatten wir ja noch das alte Jahr. Heute sieht alles ein wenig anders aus, denn auch wir werden nun von guten Vorsätzen geleitet. Einer davon lautet: mehr Rohkost!

Und so haben wir uns daran gemacht, Misosuppe als Rohkostgericht zu fabrizieren.

Zunächst einmal müssen wir klären, ob Miso selbst als Rohkost gelten darf. Schließlich werden die Sojabohnen vor der Fermentierung gekocht. Verwendet man gutes Miso nach traditioneller Herstellung, hat man es mit einem lebendigen probiotischen Lebensmittel zu tun. Daher lassen wir es als Rohkost durchgehen. Aber Vorsicht: Mitunter wird im Asialaden auch minderwertiges Miso mit Geschmacksverstärkern und anderem Chemieschrott verkauft. Davon lässt man selbstredend besser die Finger.

Wegen der probiotischen Eigenschaften des Misos spielt die rohköstliche Zubereitung ihren größten Trumpf aus: Weil das Miso nämlich nur in lauwarmem Wasser gelöst wird, bleiben die wertvollen Bakterienkulturen erhalten.

Und so geht’s:

  1. In einem Liter lauwarmem Wasser werden etwa 90 Gramm Miso gelöst (je nach Geschmack und Misoart auch mehr oder weniger).
  2. Parallel dazu wässert man zwei Handvoll Shiitakepilze sowie 20 Gramm Makamealgen-Granulat.
  3. Wenn sich die Algen schön ausgebreitet haben und Pilze weich sind, kann das Einweichwasser weggeschüttet werden. Dadurch werden Schmutz und Jod (Algen) reduziert. Makamealgen zählen übrigens zu den weniger jodhaltigen Speisealgen. Trotzdem sollte man hier ein wenig vorsichtig sein.
  4. Die Pilze in Scheiben schneiden und mit den Algen in die Misobrühe geben. Abschließend noch etwas kleingeschnittene Lauchzwiebeln beigeben, und fertig ist die vegane und rohköstliche Misosuppe.
Guten Appetit!

 

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