Tierschutzbund hilft Fleischindustrie beim Greenwashing

Umwelt- und Tierschutzorganisationen genießen meist einen guten Ruf, die Fleischindustrie dagegen eher nicht – außer vielleicht bei notorischen Wurstwänsten und Speckgesichtern. Warum also nicht kooperieren? Natürlich gegen Bares oder andere Gefälligkeiten. Greenwashing nennt man diese Form der Imagepflege, bei der NGOs ihre Namen für solch niedere und fragwürdige Zwecke hergeben.

Ein aktuelles Beispiel liefert der Deutsche Tierschutzbund. Er hat ein Label geschaffen, das dem Verbraucher eine tierfreundliche Fleischproduktion suggeriert. Damit lässt sich bedenkenloser ins Fleischregal greifen, denn das Label beruhigt das Gewissen. Nun könnte ein solches Label wenigstens dafür sorgen, dass besonders tierquälerisch “produziertes” Fleisch aus den Regalen verschwindet.

Doch weit gefehlt, denn offenbar täuscht das Label des Deutschen Tierschutzbundes den Verbraucher, wie die ARD-Sendung Report Mainz festgestellt hat. Und damit macht sich der Verband zum willfährigen Zuarbeiter der Fleischindustrie.

Dabei ist die Sache sehr einfach: Fleischproduktion (schon der Terminus deutet die Grausamkeit und Inhumanität dieses Prozesses an) ist immer tierquälerisch und verletzt elementare Rechte leidensfähiger und fühlender Lebewesen – egal ob in industrieller Massentierhaltung oder kleinbäuerlichen Biobetrieben.

Video des Sendebeitrages auf YouTube: Report Mainz

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