Vegane Quasi-Tortellini mit scharfer Spinatfüllung selbstgemacht

Die Nudelmaschine in Aktion

Die Nudelmaschine in Aktion

Es ist immer wieder ärgerlich: Im Supermarkt finden sich im Kühlregal leckere vorgekochte Tortellini. Nur leider sind sie fast nie vegan. Spinat-Ricotta-Füllung oder ähnliche Käsemischungen dominieren die in Plastik eingeschweissten Nudeln.

Was liegt da näher, als Tortellini selbst herzustellen? Der Pastateig sollte ja keine Hexerei sein; und ist er erstmal hergestellt und in Form gebracht, lässt er sich mit allem füllen, was das vegane Herz begehrt. In unserem Falle wäre das eine pikante Spinatfüllung mit reichlich Knoblauch.

Nun sind wir von Lübeck-Vegan keine spezialisierten Spitzenköche und müssen uns immer wieder von Neuem an eher selten zubereitete Rezepte herantasten. Vor allem die Handhabung einer Nudelmaschine ist in unserem Falle noch stark ausbaufähig. Von daher ist hier auch nur die Rede von Quasi-Tortellini. Geschmeckt hat’s trotzdem sehr gut.

Der Kampf mit der Nudelmaschine

Und der Teig wird dünner...

Und der Teig wird dünner…

Gut, von Kampf zu reden ist übertrieben. Das Schwierigste an der Arbeit mit der Nudelmaschine war, sie in den Tiefen der Küchenschränke erst einmal ausfindig zu machen. Als wir sie schließlich in den Händen hielten, fehlte nur noch die Befestigungsschraube. Egal, wozu hat man zwei Hände? Eine zum Festhalten, die andere zum Kurbeln.

Der Teig für die Pasta war dagegen recht problemlos hergestellt. Man nehme:

  • 500 g Hartweizengrieß
  • 400 g Weizenmehl E405
  • Etwas Salz
  • 4 EL Olivenöl
  • ca. 400 ml Wasser

Das alles wird in einer großen Schüssel mit ehrlicher Handarbeit zu einem geschmeidigen Klumpen vermengt und geknetet. Anschließend wickelt man den Klumpen in Plastikfolie ein und lässt ihn eine Stunde lang ruhen.

 

Scharf und nachhaltig muss sie sein, die Füllung

Vor lauter Arbeit wurde dieses Foto der fertigen Quasi-Tortellini leider unscharf...

Vor lauter Arbeit wurde dieses Foto der fertigen Quasi-Tortellini leider unscharf…

Spinat ist eine wunderbare Grundlage für scharfe und schwefelige Würzvariationen (Knoblauch). Leider hatten wir nur gefrorenen Spinat vorrätig, der über Wasserdampf aufgetaut werden musste. Frischer Spinat ist selbstredend die bessere Wahl.

Der aufgetaute Spinat wurde mit kleingehackten Chilli und jeder Menge Knoblauch gewürzt und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abgeschmeckt. Kein Wunder, dass bereits bei der Zubereitung ein erheblicher Anteil der Füllung im Mund des Kochs verschwand – nur zu Testzwecken, versteht sich.

 

 

 

Dünner und nochmals dünner

Anschließend folgte der heikle Teil der Aktion, das Ausrollen und Zurechtschneiden des Pastateigs. Auf der bemehlten Arbeitsfläche wurden kleinere Teile des Teigklumpens zu etwa einem Zentimeter dicken Platten ausgerollt (das klassische Nudelholz). Diese fanden ihren Weg in den Schlitz der Nudelmaschine, der anfangs auf höchster Stufe stand.

In mehreren Durchgängen wurde der Walzenabstand der Nudelmaschine immer enger gestellt. Das Ergebnis war ein immer längerer, aber dünnerer Teigschlips. Aus diesem wurden mit dem Messer  Rechtecke oder andere geometrische Formen ausgeschnitten, die geeignet erschienen, der scharfen Spinatfüllung ein heimeliges Zuhause zu bieten.

In jedem dieser Teigabschnitte landete alsdann ein Teelöffel Füllung. Die überlappenden Enden wurden zusammengefaltet und vor dem Zusammenklappen mit etwas Wasser angefeuchtet. Et Voilá, fertig waren die Quasi-Tortellini.

 

Aufleben im Kochtopf

Der letzte Akt der Herstellung unserer veganen Quasi-Tortelli fand im siedenden Salzwasser eines großzügig dimensionierten Kochtopfes statt. In dieses wurden unsere Nudeltäschlein zum Fertigkochen geschubst, bevor sie nach  etwas über zehn Minuten Schwitzzeit ihrer Wiedergeburt als Quasi-Tortellini auf dem Essteller entgegen fiebern durften.

Und siehe – oder besser: schmecke – da, das Ergebnis stellte (mutmasslich) alle nicht-veganen Halbfertigprodukte der Industrie in den Schatten. Klar war vor allem in Sachen Formgebung noch viel Luft nach oben, aber das bekommen wir mit der Zeit ganz bestimmt in den Griff.

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